"Mit „Calibration“ findet Mathias Grassow nach einer Reihe Kollaborationen und abwegiger Experimente durchaus zu seinen Wurzeln zurück, die einst durch Alben wie „Psychic Dome“, „Ambience“ und „In Search Of Sanity“ ihren basistechnischen Anker erfuhren. Eingerahmt von drei „Emoticon“ Interims-Tracks präsentiert sich in den drei Siebzehn- bis Zwanzigminütern „Samsara“, „From Where I Came“ sowie „Shunyata“ die ganze Welt des Grassowschen Dronekosmos, der sich auch hier wieder in einem nicht enden wollenden Sog aus kühlen harschen Soundscapes und lang anhaltenden, so nur in ihrer finalen Gänze als solches zu begreifenden Melodiebögen manifestiert. Und während „Samsara“ auf einem verstörenden Pianomotiv basiert und sich in „From Where I Came“ die Klangflächen bis ins Unendliche hinein ausweiten lebt „Shunyata“ von seiner rhythmischen Eleganz und dem Überraschungsmoment, da sich Mathias Grassow gerade hier genügend Freiräume für dezente arrangementtechnische Spielereien offen hielt." (ca)